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NZZ International

Vucic kündigt Rücktritt und Neuwahlen in Serbien an

Vucic kündigt Rücktritt und Neuwahlen in Serbien an

Nach eineinhalb Jahren regierungskritischer Proteste sollen in Serbien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat angekündigt, innerhalb der kommenden Wochen zurückzutreten und vorgezogene Präsidentschafts- sowie Parlamentswahlen abzuhalten. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Seine zweite Amtszeit hätte regulär erst 2027 geendet.

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Die Ankündigung erfolgt nach monatelangen Protesten gegen die Regierung. Auslöser war der Einsturz eines Vordachs am Bahnhof von Novi Sad im November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Studenten und Oppositionsgruppen werfen der Regierung Korruption und Misswirtschaft vor.

Vucic erklärte bei einer Kundgebung in Belgrad, er werde seine Partei auch nach seinem Rücktritt im Wahlkampf unterstützen. Einen genauen Termin für seinen Rücktritt oder die Auflösung des Parlaments nannte er nicht.

In Reaktion auf die Ankündigung des Präsidenten haben serbische Studenten die Besetzung von Universitäten beendet. Die Protestbewegung will sich nun auf einen möglichen Wahlkampf vorbereiten.