PODCAST «NZZ AKZENT» - Linda Koponen: «Die Frage ist nicht, ob Russland angreift, sondern wann»
Unsere Korrespondentin für Nordeuropa wohnt in Estland, nur wenige Stunden von der russischen Grenze entfernt. Im Podcast erzählt Linda Koponen, wie die Menschen im Baltikum mit der Bedrohung leben.
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Russland ist gleich nebenan. Von der Grenze im Osten dauert es nicht einmal drei Stunden Autofahrt bis nach Tallinn, wo Linda Koponen wohnt. Seit 2023 ist sie als Nordeuropa-Korrespondentin der NZZ in Estland stationiert. Die Hauptstadt Tallinn ist ein europäisches Tech-Paradies. Wie lebt es sich an einem Ort, wo diese Normalität in einem ständigen Clash mit der realen Bedrohung von nebenan steht?
Ein brennendes ukrainisches Restaurant, Störungen beim GPS-Signal oder russische Kriegs-Graffitis mitten in Tallinn: Solche Vorkommnisse seien schon jetzt alltäglich. Doch was passiert, wenn Russland tatsächlich angreift? Sie kenne niemanden im Baltikum, der sich diese Frage noch nie gestellt habe, sagt Koponen. «Die Frage ist nicht, ob Russland angreift, sondern wann.» Angst spürten die Menschen trotzdem keine – es sei eher eine Art Abgestumpftheit, die sich breitmache.
Für die NZZ ist Linda Koponen bereits mehrfach an die russische Grenze gereist. In dieser Samstagsepisode von «NZZ Akzent» erzählt sie, wie der Grenzverlauf bei der estnischen Stadt Narwa aussieht und wie sich die hybride Kriegsführung Russlands in ihrem Alltag bemerkbar macht.
Die NZZ ist die Zeitung im deutschen Sprachraum mit dem grössten Netzwerk von Korrespondentinnen und Korrespondenten. In «NZZ Akzent – der Samstag» hören unsere Hosts noch etwas genauer hin, wenn sie von den kleinen und grösseren Geschichten aus ihren jeweiligen Ländern erzählen.
Alle Episoden von «NZZ Akzent» finden Sie in dieser Übersicht.
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