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20 Minuten

Ego-Check4 Zeichen, dass du zu fest mit dir selbst beschäftigt bist151045

Ego-Check4 Zeichen, dass du zu fest mit dir selbst beschäftigt bist151045

Die Freundin, die immer im Mittelpunkt stehen muss, oder das Familienmitglied, das sich für niemanden ausser sich selbst interessiert: Manche Menschen scheinen nur an sich selbst zu denken. Aber wie viel Fokus auf die eigene Person ist okay und wann könnte dieses Denkmuster zum Problem werden? Gegenüber der «HuffPost» erklärt eine Psychologin, woran man merkt, dass du ein bisschen zu fest mit dir selbst beschäftigt bist.

«Wir alle können manchmal egozentrisch, aufmerksamkeitsheischend, defensiv oder unsensibel sein», sagt Psychologin Sandra Yankah Addo. «Worauf Fachleute achten, ist ein anhaltendes Muster, das über viele Jahre hinweg immer wieder in verschiedenen Beziehungen und Situationen auftritt.»

Was ist dir in einer guten Unterhaltung mit anderen am wichtigsten?

Du bist nicht einfach super beschäftigt – die Menschen um dich herum sind dir einfach nicht wichtig genug, um dich aktiv um eine Beziehung zu ihnen zu bemühen. Wenn sich dieses Muster auch innerhalb der Familie und deines engeren Freundeskreises zeigt, kann das ein Hinweis darauf sein, dass du nur an dich selbst denkst.

«Ich glaube, die meisten Menschen verbringen ziemlich viel Zeit damit, über sich selbst nachzudenken. Die wichtigste Frage ist aber, ob sie auch Raum für die Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse anderer schaffen können», sagt Yankah Addo. Wenn du dich selbst dabei erwischst, wie du nur darauf wartest, dass dein Gegenüber seine Geschichte fertig erzählt hat, damit du wieder über dich reden kannst, solltest du das hinterfragen.

Egal wer gerade spricht und um welches Thema es geht: Du schaffst es irgendwie, das Gespräch wieder auf dich selbst zu lenken. Es ist zwar normal, dass wir versuchen, mit eigenen Erfahrungen an die Erlebnisse anderer anzuknüpfen. Aber wenn du gelangweilt bist, sobald sich das Gespräch nicht um dich dreht oder du die sprechende Person bist, ist das kein gutes Zeichen. Auch hier geht es nicht um einzelne Fälle, sondern darum, ob du ein regelmässiges Muster erkennst.

Wenn du dich nicht entschuldigen kannst, ohne dein Verhalten ewig lange zu rechtfertigen, der anderen Person eine Teilschuld zuzuschieben oder dich selbst zum Opfer zu machen, ist das ein Hinweis darauf, dass du sehr selbstzentriert bist. Du sagst Sachen wie «Anscheinend kann ich nie was richtig machen» und versuchst damit, bewusst oder unbewusst, der anderen Person ein schlechtes Gewissen zu machen.

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.