Kunstmillionen in Bewegung: Art Basel lockt Stars und Sammler an
Superstars, Milliardäre, Topsportler, Galeristen, Sammler, Influencer, Kunstfans – die Art Basel zieht alle an. Sie stehen Schlange, um die relevantesten und aktuellsten Werke auf dem internationalen Kunstmarkt zu sehen – oder zu kaufen. Unter ihnen: Künstler Rolf Sachs und seine frisch angetraute Gattin Mafalda Prinzessin von Hessen. In den Hallen der Messe Basel läuft das Geschäft. Der Schweizer Stargalerist Iwan Wirth verkauft am ersten Tag Pablo Picassos «Le peintre et son modèle dans un paysage» für 35 Millionen Dollar.
Am nächsten Tag ist sein Stand mit neuen Kunstwerken umgehängt. Nebenan wechselt das Gemälde «Troy» von Andy Warhol für 42 Millionen Dollar den Besitzer. Starfotograf Michel Comte ist mit dem kalifornischen Künstler Daniel T. Gaitor-Lomack unterwegs: «Danke, Michel, dass du mich nach Basel gebracht hast.»
Die Galeristin Eva Presenhuber zeigt die farbenfrohe Skulptur «nude» des Schweizer Künstlers Ugo Rondinone, umrahmt von seinen blauen Wasserfarbenbildern.
Emil Steinberger streift mit seiner Frau Niccel durch die Art Unlimited, wo grossformatige Kunst den Raum bestimmt. Die «Bettlaken-Monster» des Künstlers Benoît Piéron haben es ihnen besonders angetan. «So luschtig!», sagt Emil und verrät: «Niccel zeigt im Gundeli-Quartier in einem offenen Atelier ihre Bilder.»
Basel im Kunstfieber: An der Photo Basel zeigen Tennis-Ass Stefanos Tsitsipas und Sens-Unik-Frontmann und Schauspieler Carlos Leal Fotografien.
Und im kostenlosen Kunst-Happening «Basel Social Club» stösst in einem ehemaligen Bürogebäude Gegenwartskunst auf Clubkultur.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!
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Ausgerechnet die Kleinste der grandiosen Kunstinszenierungen zwingt alle in die Knie: Die Maus von Ryan Gander, die keck aus einem Loch in einer weissen Wand herausschaut, zieht an der Art Unlimited viele Neugierige an. Sie müssen sich zu ihr hinabbeugen, um ein Foto zu machen.
Mit dabei: Verleger und Kunstsammler Michael Ringier
Herr Ringier, wie beurteilen Sie die diesjährige Ausgabe der Art Basel?Ich finde sie gut gelungen. Es gibt viel Neues zu entdecken, aber auch das Angebot an etablierter Kunst ist hochwertig, gross und repräsentativ.
Was ist Ihnen dieses Jahr besonders aufgefallen?Es hat weniger Amerikaner. Die trifft man nun eher an der Art Basel Paris.
Warum?In Basel gibt es nur ein Fünfstern-Hotel, in Paris dagegen über 100. Paris ist heute für zeitgenössische Kunst die Nummer eins in Europa.
Besteht die Gefahr, dass Paris der Messe in Basel den Rang abläuft?Nein. Denn der Charme von Basel ist die Begegnung. In Paris trifft man sich nur einmal – meistens zum Geschäft. In Basel läuft man sich immer wieder über den Weg, was viele schätzen. Dazu kommt, dass in Basel die Ausstellungsfläche viel grösser ist. Für Aussteller bieten sich dadurch viel mehr Möglichkeiten der Inszenierung.
Haben Sie selbst auch eingekauft?Ja, es bleibt immer etwas hängen.